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Ok
2001: Quagadougou - Burkina Faso
07.10.2001 16:24

Hi meine lieben Freunde,

hier bin ich wieder! Heil in Quagadougou angekommen und noch immer wohlauf
und in bester Laune.
Ich will nur kurz ein paar Eindruecke der letzten Erlebnisse schildern; es
war einfach so schoen und zu viel um alles zu erzaehlen. Und ausserdem tobt
draussen das Leben....... in der Hauptstadt von Burkina Faso.
Die Einreise in den Niger war einigermassen problemlos. Wir hatten in Tam
niemand getroffen der in den Niger mit uns gefahren waere so haben wirs
alleine gepackt und sind auch bis jetzt alleine geblieben. Agadez, die
Tuareg Metropole war wieder mal ein tolles Erlebnis und ich habe viele alte
Bekannte getroffen, Achmed den Bayerisch sprechenden Tuareg, Danger und
sogar den Taubstummen von 1991. Jemand erzaehlte uns das irgendwo im Busch
das groesste Fest der Bororo Nomaden stattfindet, das sog. Geroel, das
diese sehr urspruenglichen Rindernomaden jaehrlich zum Ende der Regenzeit
feiern. Da wir auch niemand gefunden haben der mit uns zu den Tuareg im Air
Gebirge gefahren waere sind wir losgezogen dieses Fest zu finden. Wir haben
uns durchgefragt und endlich die geschmueckten Taenzer gefunden, mitten im
Busch. Wir sind einen Nachmittag und die ganze Nacht geblieben, der Gesang
dauerte bis zum Morgengrauen und ich habe es noch immer in den Ohren. Ein
einmaliges Erlebnis und fuer immer unvergesslich. Es war wie im
Mittelalter, fast niemand ausser uns hatte ein Auto und die Tuareg die auch
am Fest teilnahmen weil sie gerne die jungen Bororo Maedchen umschwaermen
waren hoch auf den Kamelen und alle mit ihren schoensten Schwerten
bewaffnet. Junge Bororo Maedchen suchen sich aber an diesem Fest einen
geschmueckten und geschminkten Taenzer aus ihrem Stamm aus und wir haben
miterlebt wie am Ende 2 Taenzer auserwaehlt wurden.
Ueber kleine Pisten und herrliche kleine Rundhuetten Doerfer gings Richtung
Suedwest. Wir suchten nach der letzten Giraffenherde Westafrikas die es
irgendwo im Niger geben soll. Es war ein bisschen wie die Nadel im
Heuhaufen aber wieder mal hatten wir grosses Glueck und standen eines Tages
vor diesen schoenen Tieren die ganz und gar friedlich und frei vor sich
hinleben. Das war einer der schoensten Augenblicke meines Lebens, ich hatte
sie so lange gesucht und nun endlich gefunden. Es sollen ueber Hundert
sein, hoffentlich laesst man sie weiter in Frieden leben.
Das Ende der Regenzeit und das damit verbundene Klima machte uns nun immer
mehr Probleme, mittlerweile sind wir uebersaeht mit Mueckenstichen, alles
klebt bei der hohen Luftfeuchte, alles juckt und sauber werden wir
ueberhaupt nimmer. Alles ist sattgruen, stachelt oder sticht und kreucht
und fleucht, Regenzeit eben und wir haben das unvergleichliche Gefuehl die
Sahara durchquert zu haben und mitten im Djungle zu sein. Einige Strecken
waren unpassierbar. Letzte Nacht hatten wir ein tolles Gewitter und wir
mussten gar im engen Auto schlafen. Aber wieder zurueck nach Niger.
Niamey die Hauptstadt dieses armen Landes ist immer wieder eine aufregende
Sache, neben Toyotas laufen auch Kamele ueber die einzige Niger Bruecke und
irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Armut die man im
ganzen Land sehen kann findet dort seinen Gipfel und es macht sehr
betroffen. Kein Vergleich zu Burkina Faso, zweifellos auch ein armes Land
aber doch mit einem beachtlichen Wohlstand unter der Bevoelkerung.
Heute haben wir uns ein Mali Visum besorgt und werden wohl bald unseren
Endspurt antreten hinueber nach Mali. Dort wartet noch eine schwierige
Aufgabe auf uns, der Autoverkauf, ohje ich darf gar nicht dran denken. Noch
sind wir guter Dinge und ich hoffe es bleibt auch so. Am Ende hoffen wir in
Bamako ein Flugzeug zu besteigen und wohlbehalten nach Europa
zurueckzufliegen aber das ist dann sicherlich wieder eine andere
Geschichte.
Wir werden wenn alles klappt am Wochenende vom 14.Okt nach Hause kommen.

Ich hoffe es geht euch allen gut. Viele liebe Gruesse aus Quagadougou

von Eurem Gerd

2001: Tamanrasset - Algerien
2002: Tamanrasset - Algerien

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